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ZIEL NULL-EMISSIONEN

NAVITAS CONSILIUM VERÖFFENTLICHT INTERAKTIVE KARTEN ZUM GEBÄUDEPARK DER 2'147 SCHWEIZER GEMEINDEN

Die Schweizer Gemeinden können ab sofort online den Anteil an erneuerbarer oder importierter Energie sowie die dadurch erzeugte Menge an Treibhausgasen abrufen, die für die Beheizung des Gebäudeparks verwendet wird. Das neue interaktive Tool von Navitas Consilium zeigt Ergebnisse auf Gemeindeebene an und ermöglicht dadurch, den Bedarf an Dekarbonisierung des Schweizer Gebäudeparks zu identifizieren.

THG- Emissionen

Mit seiner Klimastrategie 2050, welche sich auf den Energieperspektiven 2050+ abstützt, hat der Bundesrat beschlossen, die Emissionen von Treibhausgasen (THG) bis 2050 auf Netto-Null (Klimaneutralität) zu reduzieren, um die Ziele des Pariser Übereinkommens zu erfüllen. Diese Ziele finden dabei in jedem THG- ausstossenden Bereich Anwendung. Die nebenstehende interaktive Karte zeigt die Situation der THG- Emissionen in Bezug zum Wärmebedarf des Gebäudeparks.

 

Anteil an erneuerbarer Energie 

In der Schweiz fördert eine erneuerbare Energieversorgung lokale Ressourcen wie Solarenergie, Wärmepumpen oder Schweizer Brennholz. Je mehr auf lokale Ressourcen gesetzt wird, desto kleiner ist die Abhängigkeit zu Energie aus dem Ausland. Die nebenstehende interaktive Karte zeigt den Anteil an erneuerbarer Endenergie für die Beheizung und Warmwassererzeugung des Gebäudeparks der Gemeinden gegenüber der geschätzten Gesamtenergie.

 

Anteil an importierter Energie 

Betreffend die Wärmeerzeugung für die Beheizung der Gebäude und das Warmwasser sind die importierten Produktionsquellen zu einem grossen Teil um Heizöl und Gas konzentriert. Diese Quellen stellen im Moment mehr als 30% und 25% der Energiebeschaffung des Gebäudeparks sicher. Die nebenstehende interaktive Karte zeigt den Anteil an importierter Energie in Bezug zur lokalen produzierten Energie.

 

Brauchen Sie mehr Informationen über Ihre Gemeinde?

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie mehr erfahren möchten und eine spezifische Analyse Ihres Gebiets durchführen möchten, um eine mittel- (2035) oder langfristige (2050) Energiestrategie zu entwickeln.

 

Grenzen der Studie

Die hier vorgestellten Ergebnisse sind das Ergebnis von gebäudemaßstäblichen Schätzungen, die mit Daten des Gebäude- und Wohnungsregisters (GWR), Auszug August 2022, berechnet wurden. Die Bereitstellung und Qualität der in diesem Register enthaltenen Informationen liegt in der Verantwortung der jeweiligen Kommune. Die Qualität der Ergebnisse hängt also von der Qualität der Eingabedaten ab. Da die Methodik zur Schätzung der dargestellten Indikatoren einheitlich für alle Schweizer Gemeinden angewendet wird, sind die Vergleiche relevant, um die Unterschiede zu verdeutlichen.
Nämlich, dass die verwendeten Datenquellen verbessert und ergänzt werden können, um die Qualität der Ergebnisse zu erhöhen und die durchgeführten Analysen zu verfeinern. Empfehlenswert ist eine feinere Maschenweite (kommunal oder interkommunal). Siehe Hypothesen

 

Zusammenfassung der Hypothesen

Verwendete Datenquellen und eidgenössische Register:

  • Gebäude- und Wohnungsregister (GWR), BFS, September 2022;

  • Geodaten , BFS, April 2022;

  • Der Schweizer Strommix 2020, BFE;

  • Ökobilanzdaten im Baubereich, KBOB / ecobau / IPB 2009/1: 2022.

Hypothesen:

  • Klassifizierung der Gebäudekategorien und –klassen des GWR gemäss SIA 380/1;

  • Definition des spezifischen Heizbedarfs und BWW (kWh/m²) aus der Erfahrung von Navitas Consilium SA unter Berücksichtigung der Gebäudekategorie und der Bauepoche;

  • Verbrauchsverteilung in Abhängigkeit der Gebäudeenergieträger:

    • Gemäss vom GWR angegebene Energieträger und Warmwasserträger. Wenn zwei Energieträger und/oder Warmwasserträger eingetragen sind, wird die Verteilung entsprechend den Paaren von Energieträgern angewendet;

    • Wenn ein Anschluss an ein thermisches Netzwerk besteht: Verwendung der Daten des BFE (Geodaten thermische Netze), um den Energiemix des Gebietes zu bestimmen oder falls nicht verfügbar, Rückgriff auf einen mittleren schweizerischen Mix;

  • Verteilung der verwendeten Wärmequellen gemäss folgender Klassifizierung:

    • Erneuerbare Energien: Umgebungswärme, Abfälle, Abwärme, Holz, Biomasse, Biogas, Solarpanels, 77% des Stromes (erneuerbarer Anteil am mittleren Schweizer Strommix);

    • Nichterneuerbare Energie: Heizöl, natürliches Gas, 23% des Stroms (nichterneuerbarer Anteil am mittleren Schweizer Strommix), andere Energieträger;

    • Importierte Energie: Heizöl, Gas, Kernenergie, 4% Holz (Bruttoimporte an Holzenergie 2021 in Bezug zum gesamten Verbrauch), 48% des Stroms (Bruttoimporte an Strom 2021 in Bezug zum gesamten Verbrauch);

  • CO2e- Emissionen werden mit den Faktoren KBOB bestimmt.

Vorgehensweise und Resultate:

  • Verwendung der Daten mittels einer standardisierten und gleichmässig auf das gesamte Gebiet angewandten Methode für die Berechnung der Indikatoren. Die Resultate werden ohne zusätzliche Veränderung und mit der Möglichkeit, einen Verlauf über die Zeit anzuzeigen.

  • Abstände beim Vergleich der Ergebnisse mit vertieften Energieplanungsstudien, die von Navitas Consilium AG erstellt wurden. Diese Differenzen sind insbesondere auf die Datenquellen und einige Besonderheiten des Gebiets zurückzuführen, die zu Unterschiede in den Ergebnissen führen können.

 

Einschränkungen:

  • Die öffentliche Version des GWR liefert nicht alle benötigten Gebäudeeigenschaften, um eine präzise Bilanz zu erstellen (z. B. Jahr der Renovation falls anwendbar);

  • Die Genauigkeit und Vollständigkeit der vom GWR gelieferten Daten und die Geodaten der thermischen Netze kann in Abhängigkeit des Gebiets variabel sein.